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"Albert muss nach Hause" von Homer Hickam

 

Albert muss nach Hause

 

"Albert muss nach Hause" von Homer Hickam ist "die irgendwie wahre Geschichte eines Mannes und seiner Frau und ihres Alligators". Erschienen ist das Buch 2016 im Harper Collins Verlag.


Inhalt:
Es ist die Geschichte von Homer und Elsie, die Eltern des Autoren. Zur Hochzeit hat Elsie einen Aligatoren namens Albert geschenckt bekommen und diesen liebt sie über alles. Eines Tages jagt Albert Homer ohne Hose aus dem Badezimmer, Mitten hinaus in den Garten, da hat er endgültig die Nase voll und stellt Elsie vor die Wahl entweder Albert oder er.


Elsie entscheidet sich für Homer, einzige Bedingung Albert muss nach Hause. So machen sich die beiden vom trostlosen West-Virginia auf Albert in seine Heimat nach Florida zu bringen. Die Fahrt ihres Lebens beginnt und verstrickt sie in viele absurde und skurille Abenteuer, bei der sich ihnen ein geheimnissvoller, namenloser Hahn anschließt.

Gemeinsam bekommen sie es mit Alkoholschmugglern, Serienkillern und Entführern zu tun und begegen dabei Persönlichkeiten wie John Steinbeck und Ernest Hemingway und immer dabei ein lächelnder Aligator auf der Rückbank des Autos.

Meinung:
Erzählt wird die Familiengeschichte des Autoren, dabei mischt er reale Erlebnisse mit einer großen Portion Fiktion. Vieles wirkt dabei etwas zu unglaubwürdig, oft haarsträubend und zu gestellt, so überlässt es auch der Autor seinen Lesern Wahrheit von Unwahrheiten zu trennen.

Die Mischung der Geschichte aus Humor und Skurillitäten erinnert an den Stil des Autoren Jonas Jonasson, es ist eine Geschichte mit Ecken und Kanten, wobei einiges amüsiert, manches verwirrt und einges Langweilt. Unglaublich, witzig aber auch skurill mit vielen verrückten Geschehnissen begleitet der Leser die Hauptprotagonisten auf ihrer Reise. Sehr eindrücklich wird die damalige Zeit der Weltwirtschaftskrise mit Depression, Arbeitslosigkeit und Armut beschrieben.

Die Charaktere sind unterschiedlicher, wie sie nicht sein könnten. Auf der einen Seite Elsie, die sich mit ihrem jetzigen Leben nicht anfreunden kann, sie nörgeld ständig, ist unzufrieden mit ihrem Mann, der einem dann schon leid tun kann. Sie wurde mir mit der Zeit etwas unsympathisch und war stellenweise nervig. Auf der anderen Seite Homer, ihr Ehemann, der seine Ehefrau abgöttisch zu lieben scheint und ihr alles Recht machen möchte. Und dann gibt es noch den "coolen" Aligatoren, der sich gern den Bauch kraulen läßt. Besonders gut haben mir allerdings die Nebencharaktere gefallen, sie hatten immer wieder Neues zu bieten und mich herzhaft zum lachen gebracht.

Insgesamt kann man sagen ist es ein Roman, der zum Lachen und Staunen einlädt und den man nicht einfach so zur Seite legt, er macht nachdenklich und wirkt auch noch nachträglich. Ich habe mich trotz kleiner Durchhänger in der Geschichte gut unterhalten gefühlt.

In Kürze:

Schreibstil: angenehm, gut und flüssig zu lesen

Charaktere: von begeisternd bis nervig ist hier alles vertreten

Inhalt: Wahrheit und Fiktion wurden zu einer skurilen, humorvollen Geschichte mit Ecken und Kanten verarbeitet

Fazit: eine skurille, humovolle Sommerlektüre

 

  • Erscheinungsdatum Erstausgabe : 07.06.2016
  • Aktuelle Ausgabe : 07.06.2016
  • Verlag : HarperCollins
  • ISBN: 9783959670227
  • Fester Einband 304 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Preis: Print € 19,90
  • Leseempfehlung:

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2.7.16 20:10

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